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Eurovision Song Contest 2010: Das große Finale

31. Mai 2010 um 12:10

Deutschland hat das Eurovision Song Contest Finale 2010 in Oslo mit Lena und dem Song Satellite gewonnen. 28 Jahre nach Nicole darf der Eurovision Song Contest wieder in Deutschland stattfinden. Wir gratulieren noch einmal ganz herzlich!

Bevor wir den Bericht über das Finale beginnen, möchten wir uns bei euch an dieser Stelle für die technische Schwierigkeiten entschuldigen: Wie ihr wahrscheinlich mitbekommen habt, war unsere Website kurz vor Wertungsvergabe (ca. 23:00h) nicht erreichbar. Kurz aber danach ginge es wieder, eher der Server gegen 01:00h den Geist komplett aufgab. Ausgerechnet an dem großen Abend ginge gar nichts mehr weiter. Das gab es noch nie! Ihr könnt euch vorstellen, wie frustriert wir waren, euch nicht rechtzeitig die Informationen liefern zu können. Eine Beschwerde haben wir beim Provider bereits eingereicht. Nun zum Bericht.

Das Eurovision Song Contest Finale 2010 war eine Show der Superlative. Noch nie war Spannung vor der Wertungsbeginn so groß. Während Punktevergabe gar nicht zu sprechen. Als am Ende Deutschland als Sieger gekürt wurde, haben wir uns so gefreut, als ob Österreich gewonnen hätte. Und was macht Österreich und unser so "geliebter" Rundfunk? Nichts anderes als das.

Die Show

Die Show begann mit dem Auftritt des Vorjahrs Gewinner Alexander Rybak, der uns eine eher ruhige Version vom Fairytale angeboten hat. Danach begrüßten die Moderatoren Haddy N´jie, Erik Solbakken und Nadia Hasnaoui die Anwesende in der Telenor Arena und die Zuschauer vor den Bildschirmen, gaben bekannt, dass die Leitungen geöffnet sind und der Kampf um die Punkte durfte beginnen.

1. Aserbaidschan (145 Punkte - Platz 5)

Anfang machte Safura aus Aserbaidschan mit ihrer R&B Ballade Drip drop. Der Song galt neben Deutschland als Topfavorit auf den Sieg, beendete die Teilnahme im Finale aber auf dem guten 5. Platz. Insgesamt erhielte der Beitrag 145 Punkte, davon 4 x 12 Punkte aus Bulgarien, Malta, Türkei und Ukraine. Die Nachbarn Russland und Georgien vergaben jeweils 8 Punkte an den aserbaidschanischen Betrag.

2. Spanien (68 Punkte - Platz 15)

Was dem spanischen Sänger Daniel Diges passieren wird, konnte niemand ahnen: Mittendrin in seinem Beitrag Algo pequenito stürmte ein "Fan" auf der Bühne und wurde plötzlich ein Teil der Performance. Die norwegische Sicherheitskräfte haben ihm von der Bühne entfernt und anschließen aus der Halle weggebracht. Was machte Daniel Diges? Sang professionell seinen Beitrag weiter. Hut ab! So einen Vorfall gab es bisher nur einmal in der Eurovision Song Contest Geschichte: 1964 stürmte ein Fan auf der Bühne und störte damals ebenfalls den Beitrag aus Spanien. Was für ein Zufall! Daniel Diges durfte natürlich seinen Song noch einmal nach dem letzten Beitrag vortragen. Am Ende erreichte Spanien den 15 Platz mit 68 Punkte. Es gab einen 12er aus Portugal.

3. Norwegen (35 Punkte - Platz 20)

Die Norweger haben bestimmt eine bessere Platzierung als 20. Platz erwartet. Didrik Solli-Tangen hat den Song My heart is yours großartig gesungen, aber es hätte anscheinend nicht sein sollen. Wir sind auch etwas überrascht, dass der Beitrag insgesamt nur 35 Punkte erhielte. Die höchste Punkte kamen aus Estland (7). Die Skandinavier haben den Beitrag beinahe ignoriert: Dänemark (5), Schweden (4), Finnland (0), Island (0).

4. Moldawien (27 Punkte - Platz 22)

Noch schlimmer als Norwegen hat es SunStroke Project & Olia Tira aus Moldawien erwischt: Platz 22 und nur 27 Punkte. Eine bessere Platzierung war sich drin. Die Truppe lieferte eine solide Performance und der Gesang war einwandfrei. Die höchste Punkte für den Beitrag Run away kamen aus Rumänien (10).

5. Zypern (27 Punkte - Platz 21)

Jon Lillygreen & The Islanders haben sich mit dem Song Life looks better in spring leise in das Finale eingeschlichen und die Teilnahme im Finale genauso leise beendet: Nur 27 Punkte und ein 21. Platz. Aus Griechenland kamen traditionsgemäß die 12 Punkte. Ohne diese, wäre der Beitrag auf dem vorletzten Platz gelandet.

6. Bosnien & Herzegowina (51 Punkte - Platz 17)

Vukasin Brajic aus Bosnien & Herzegowina kann von einem Glück sprechen. Der Song Thunder and lightning wurde nur vom Balkan-Länder, Frankreich und traditionsgemäß von der Türkei bewertet. Ohne diese Wertungen wären am Ende nur 5 Punkte (Frankreich) gewesen und ein letzter Platz. So ist ein relativ guter 17. Platz für einen schwachen Song geworden. Die höchste Punkte (12) kamen aus Serbien.

7. Belgien (143 Punkte - Platz 6)

Riesen Freude gab es über die erste belgische Qualifikation in das Finale. Tom Dice brachte einen netten Song Me and my guitar nach Oslo und beendete die Eurovision-Teilnahme auf dem großartigen 6. Platz. Es hätte aber auch ein 4. Platz geben können: nur 6 Punkte haben den belgischen Beitrag davon getrennt. Die höchste Punkte (12) kamen aus dem Siegerland Deutschland. Auf der anderen Seite erhielte der Beitrag 6 x 10 Punkte - aus Dänemark, Island, Irland, Malta, Polen und Slowakei. Von den Nachbarn Niederlande gab es 6 Punkte.

8. Serbien (72 Punkte - Platz 13)

Ein fröhlicher Song aus Serbien, Ovo je Balkan, gesungen von Milan Stankovic, beendete die Eurovision-Teilnahme auf dem 13. Platz im Finale. Ein Mittelfeld dank der Bewertungen aus der Nachbarschaft und Diaspora. Wenn man alle diese Punkte wegradieren würde, gäbe es den letzten Platz mit einem Punkt aus Zypern. So sind aber 72 Punkte geworden. Die Höchste (12) kamen aus Bosnien & Herzegowina.

9. Weißrussland (18 Punkte - Platz 24)

Kitsch as Kitsch can. - meinte der deutsche Moderator Peter Urban. Und wie Recht er hat. Diese kitschige Performance, welche die Mitglieder der Band 3+2 angeboten haben, musste bestraft werden. Damit haben sie die nette Ballade Butterflies kaputt gesungen. Nur 18 Punkte und ein vorletzter Platz. Ale diese Punkte kamen aus ehemaliges Sowjet-Union - aus Georgien sogar ein 12er. Nur Bulgarien gab dem Beitrag einen Punkt.

10. Irland (25 Punkte - Platz 23)

Eine wunderschöne Ballade aus Irland It´s for you erhielte nur 25 Punkte und reihte sich auf dem drittletzten Platz. Eine bessere Platzierung für die ehemalige Eurovision-Gewinnerin Niamh Kavanagh war einfach nicht drin. Der letzter Ton hat einfach nicht gesessen. Nur leise in Falset-Lage hat sie diesen Ton gesungen. Bei keiner der Proben, wie auch im Semifinale, hat Nimah diesen Ton richtig getroffen. Die höchste Punkte kamen aus Großbritannien (7).

11. Griechenland (140 Punkte - Platz 8)

Giorgos Alkaios & Friends aus Griechenland haben auf eine bessere Platzierung gehofft. Ein 8. Platz ist für den Song Opa! und diese gigantische Performance tatsächlich wenig. Wenn man aber betrachtet, dass der Unterschied zwischen Platz 4 und Platz 8 nur neun Punkte beträgt, ist das dann auch in Ordnung. Für den griechischen Beitrag gab es 4 x 12 Punkte - aus Zypern, Albanien, Belgien und Großbritannien.

12. Großbritannien (10 Punkte - Platz 25)

Die Eurovision Austria Mitglieder, die Fans vor Ort und die Buchmacher haben es prophezeit: ein letzter Platz für Großbritannien. So ist es auch gewesen. 1 (Albanien), 2 (Aserbaidschan), 3 (Georgien) und 4 (Irland) sind die Punkte, welche der englische Beitrag That´s sounds good to me und der Sänger Josh Dubovie erhielten. Das ist das dritte Mal in der Eurovision-Geschichte, dass seit 2003 ein Beitrag aus Großbritannien auf dem letzten Platz landet.

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Das Scoreboard

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