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Eurovision Song Contest 2010: Semifinale 1

26. Mai 2010 um 16:15

Gestern Abend fand das erste Eurovision Song Contest Semifinale statt. Es nahmen 17 Länder teil. Die Zuschauer und die Jury wählten gemeinsam 10 Länder für das Finale. Die Show moderierten Haddy N´jie, Erik Solbakken und Nadia Hasnaoui.

Mit der gestrigen Show kann man absolut zu frieden sein. Der Gastgeber Norwegen hat eine tolle Show auf die Beine gestellt. Die Bühne sah toll aus und die Postkarten, mit welchem jedes Land vorgestellt wurde, brachten eine sehr angenehme Erfrischung: Digital verarbeitete Länderflaggen kamen im Fernsehen sehr gut rüber, man konnte auch die ganze Zeit das anwesende Publikum in der Halle sehen. Ein gelungener Trick.

Nachdem die Moderatoren die Zuschauer und das Publikum begrüßten, durfte die Show beginnen. Die Ehre den 55. Eurovision Song Contest 2010 eröffnen zu dürfen viel auf Moldawien.

1. Moldawien

Die Band SunStroke Project & Olia Tira waren ein guter Opener und heizten die Halle mit ihrem Dance-Song Run away etwas ein. Die Qualifikation in das Finale überraschte zwar ein wenig, stimmlich waren sie aber wirklich Top. Für das Finale am 29. Mai haben sie die Startnummer 4 gezogen.

2. Russland

The Peter Nalitsch Band schaffte auch den Einzug ins Finale. Viele Eurovision-Fans hatten die traurige Ballade Lost and forgotten nicht auf der Rechnung. Die russische Traurigkeit, welche in diesem Song gestern Abend deutlich spürbar war, berührte offensichtlich die Zuschauer und die Jury. Diese Ballade werden wir im Finale mit der Startnummer 20 noch einmal hören und sehen.

3. Estland

Der estische Beitrag Siren hätte es verdient weiter ins Finale zu kommen. Alleine wegen der eigenwilliger Performance des Sängers Robin Juhkentals und toller Kameraführung. Die Zuschauer und die Jury meinten es aber, dass der gestrige Auftritt der Band Malcolm Lincoln nicht finalewürdig ist. Schade.

4. Slowakei

Kristìna aus der Slowakei galt als die Top-Favoritin für den Einzug ins Finale. Die Buchmacher setzten den Song Horehronie auf Platz 1 im Semifinale, die Fans auf Platz 2. Jetzt darf sie aber die Koffer packen. Diese Entscheidung überrascht aber nicht: Kristína war stimmlich sehr unsicher und traf nicht richtig die Töne. Die Performance gestern Abend war teilweise sogar langweilig.

5. Finnland

Obwohl der finnische Song Työlki Ellää nicht unser Fall ist, gestern Abend baten die Protagonistinnen Kuunkuiskaajat eine tolle Show, welche es verdient hatte weiter ins Finale zu kommen. Die Zuschauer und die Jury waren jedoch einer anderen Meinung.

6. Lettland

Dies hätte ja eigentlich ein netter Song werden können. Stattdessen zog Alysha aus Lettland einen Schlafrock an und kreischte What for?, als ob die gerade eben aufgestanden wäre. Die Bestrafung mit einem Rausschmiss aus dem Semifinale ist absolut berechtigt. Es wäre doch besser gewesen, wenn sie allesamt die Wäsche auf der Bühne gewaschen wären - wie bei der Vorausscheidung.

7. Serbien

Das Serbien es diesmal ins Finale geschafft hat überrascht ein wenig. Milan Stankovic kann bekanntlich sehr gut live Singen, gestern Abend lag er aber häufig daneben. Die Jury hat das sicherlich gehört, die Stimme der Zuschauern war aber vermutlich stärker. Den Song Ovo je Blakan werden wir daher im Finale noch einmal von der Startnummer 8 sehen und hören, und diesen schnuckeligen Tänzer erneut bewundern.

8. Bosnien & Herzegowina

Der Beitrag aus Bosnien & Herzegowina Thunder and lightning lag bei jeder Wette weit unten. Das mag daran gelegen haben, dass uns das Land in den vergangenen Jahren mit tollen Balladen, aber auch mit tollen Pop-Rock-Songs versorgte. Daher bezeichnete man den diesjährigen Rock-Beitrag eher als schwach. Nur ist das Land aber im Finale dabei. Dieses überraschende Ergebnis führt sicherlich auf den Sänger Vukasin Brajic zurück, der gestern Abend eine sichere und souveräne Performance geliefert hat. Die Sakko-Farbe hat vermutlich auch dazu beigetragen. Die Startnummer im Finale: 6.

9. Polen

Wollen wir wetten, dass diese polnische Background-Sängerin mehr als eine Apfel in den Mund stecken kann? Bei diesem Anblick bekamen wir gestern Abend fast die Angst, sie frist gleich den Kameramann. Was haben sich die Polen dabei gedacht?! Der Sänger Marcin Mrzonski und der Song Legenda sind komplett in Hintergrund gerückt. Alle Augen waren nur auf diese Background-Sängerin gerichtet, welche zugegebener Massen auch sehr gut singen kann. Dennoch muss Polen die Koffer packen. Die Zuschauer und Jury haben wahrscheinlich die Angst bekommen, die Dame könnte im Finale aus dem Fernseher schlupfen und sie alle verschlingen.

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Das Scoreboard